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Futterzusätze: z.B. Zimt

Frage:
Habe bei uns in der Tageszeitung einen Artikel gelesen wo Agrarwissenschaftler mit unkonventionellen Futter-Zusätzen experimentieren !!!
Sie mischen Zimt oder Knoblauch ins Futter (Ein Kilogramm pro Tonne Körnerschrot) und erhalten eine Leistungssteigerung um 12 Prozent !!!!!! Ist ja nicht schlecht oder ? Kräuter enthalten ja auch noch ätherische Öle mit medizinischer Wirkung !!

Susanne
Zimt im Futter ist doch DIE Sache zur Weihnachtszeit. Denn eigentlich müssen die Eier (Eichen ) doch dann auch nach Zimt schmecken (Zimtschnecken?). Eine echte Marktlücke!!! Dann wird die Palette erweitert um Lebkucheneier, Spekulatius-Rührei,Pfeffernuß-Spiegelei und Solei mit Bratapfelgeschmack!

Katrin
Machen wir doch schon lange - Knofi, Zwiebeln, die Kräuter brauchen wir nicht unterzumischen, die sammeln sie sich sogar selbst... Aber 12% ??? Ich denke - traue nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast... ;-)

Brigitta
"durchschmecken" bei der Menge wird nix - also keine "Weihnachtseier", es sei denn, man übertreibt in der Masse.

Es gibt natürliche "Leistungsförderer" , die meist über Spurenelemente wirken, oder als Katalysator bei verschiedenen Stoffwechselprozessen, zudem ist für den Menschen an einigen Stellen nachgewiesen, daß "komplette" Planzen/Kräuter/Blätter unter Umständen besser wirken/verarbeitet werden können, als die wirksamen Einzelbestandteile (z.B: ASS ("Aspirin") als Reinstoff oder in/aus Weidenrinde oder Mädesüß).

An solche Dinge "glaube" ich durchaus, gibts auch bei anderen Nutztieren und läßt sich nachweisen. An den 12% würde ich auch eher zweifeln - aber wer weiß, viele Pflanzen enthalten ja auch Hormonähnliche Stoffe, Phytoöstrogene etc...die können schon kurzfristig merkwürdige Effekte haben, wirken halt wie Medikamente. Was die Hühner - oder jedenfalls "unsere" zum großen Teil freilaufenden Viecher angeht, würde ich es mit Katrin halten: Die suchen sich das schon - wenn sie es denn gelernt haben oder den entsprechenden Instinkt noch besitzen, und je vielfältiger der Bewuchs im Auslauf, desto größere Chancen haben sie dazu.

Experimente wie mit Zimt oder anderen "huhnfremden" Zusätzen halte ich dann für eher extrem unnatürlich - kein Huhn kann sich physiologisch in noch so langer Zeit an Inhaltsstoffe "gewöhnt" haben, die aus dem inneren Teil eines abgeschälten Zweiges stammen - es sei denn, es gäbe irgendwo unter den Vorfahren unserer Tiere eine Horde fliegender "Säge&Schälhühner", aus dem selben Grund füttere ich auch Garnelen nur als "notwendiges Übel", weil nichts anderes halbwegs natürliches mehr zu kaufen ist, "Angelhühner" kenne ich nämlich auch nicht, und Quark ist zugegeben auch nett, von den Inhaltsstoffen her, aber auch "Melkhühner" kanns eigentlich nirgends gegeben haben. Eiweiss ist n kompliziertes Zeugs...

Siehe auch
Eiweissversorgung

Seite zuletzt durchgesehen am 01.05.2005

 




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