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Eckard

Die Billig-Eier aus dem Supermarkt sind nicht das Haupt-Problem, denn sie machen nur einen kleinen Teil der Eier aus, die aus den Legebatterien kommen.

Die allermeisten Eier aus den Legebatterien wandern in Nudeln, die ja so vegetarisch sind, in Kuchen, egal welchen, in Mayonnaise und damit auch allen möglichen Salaten, in Tierfutter, vor allem Katzenfutter, auch dort gibt es nur wenige Ausnahmen, in denen kein Ei ist, Salatdressings, Frikadellen, in Fertigsuppen, oder auch Tütensuppen genannt, in Fertigkonserven und in den meisten Pizzen.

In Negerküssen ist ein Anteil von 40 % Eiweiss. Wenn man das auf das Volumen umrechnet, dann sind das bei zwei Negerküssen ein Batterieei. Bei einer 10er Packung Negerküsse sind das dann 5 Batterieeier.

Diese Liste kann ich noch beliebig weiterführen.

Bei mir in der Nähe ist die Konditorei Co***, Europas größter Hersteller von tiefgefrorenen Kuchen. Dort werden jeden Tag mehr Eier verbraucht, als die ganzen Verbraucher in Deutschland aus dem Supermarkt schleppen. Die Firmen Bi*** und So*** verbrauchen jeden Tag mehr Eier, als Co***. Firmen wie Ho*** und Kr*** und Ha*** und Ne*** werden in ähnlichen Größenordnungen liegen.

Das Direktgeschäft mit dem Verbraucher ist also nur eine kleine Zusatzeinnahme für die Legebatteriefirmen. Wenn also über den Verbraucher etwas geändert werden soll, dann muss der Verbraucher erst mal anfangen und keine Eiernudeln mehr kaufen und auch keinen Kuchen, auch nicht vom Bäcker neben an. Und auch keinen Kartoffelsalat und Nudelsalat mehr essen usw. Auf das Direktgeschäft können die Legebatteriefirmen auch ohne Probleme verzichten. Deren Bilanzen würden kaum gedrückt.

Solange man also all diese Produkte im Supermarkt kauft, ist man an der Legebatteriemisere mehr schuldig, wie derjenige, der nur Legebatterieeier kauft.

Meine paar Hühner legen mehr Eier, als wir verbrauchen können. Und wir verbrauchen viele Eier, denn wir machen Spätzle und Nudeln oft selber, auch wird der Kuchen von uns selbst gebacken, natürlich nur mit den Eiern von unseren Hühnern. Genauso ist es mit Pizza. In unserem Tierfutter ist kein Ei, dafür ist es auch noch teurer, sie bekommen regelmäßig ein Ei von unseren Hühnern. Fertigkonserven und Tütensuppen kaufen wir schon ewig nicht mehr, das machen wir auch alles selber und dann mit Eiern von unseren Hühnern.

Wenn mir jemand mal sagt, das meine Eier zu teuer wären, dann bekommt er als Antwort von mir Papier in die Hand gedrückt. Darin kann er dann nachlesen, wie es in den Legebatterien zugeht und was dort verfüttert wird und welche Medikamente eingestzt werden. Am Ende lade ich sie dann ein, sich meinen Stall und Auslauf und Hühner anzusehen. Anschließend kaufen 90% (!) derjenigen die Eier bei mir und für meinen Preis.

 

Eckard
Mein Bruder ist Bäckermeister in einer kleinen Bäckerei. Was lag also näher, als ihn mal zu fragen, was die dort an Eier so verbrauchen. Dies konnte er mir allerdings nicht sagen, da sie schon seit langem keine Eier mehr im Stück bekommen, sondern bereits aufgeschlagen in Kanistern.

Die Eier werden also nur noch in Messbechern abgemessen und dem Teig oder was auch immer zu gegeben. In der Bäckerei, in der er arbeitet, werden pro Woche ca. 70 Liter Flüssigei verbraucht. Hin kommen noch ca. 250 Eier, die für spezielle kleinere Aufträge gebraucht werden, wo es sich nicht lohnt, das Flüssigei abzumessen.

Nun tauchte in mir und Andrea die Frage auf, wie viel Eier denn ein Liter Flüssigei sind. Das haben wir dann ausprobiert. Wir haben einige Eier aufgeschlagen und abgemessen. Später wurde aus den Eiern Omelett gemacht. Wir kamen zu dem Ergebnisse, das ein Liter Flüssigei 30 Eiern entsprechen. Das heißt also, in der Bäckerei meines Bruders werden pro Woche 2100 Eier verbraucht.

Mein Bruder sagte mir auch, das man in einer Bäckerei pro Mitarbeiter 10 Liter Flüssigei pro Woche an Verbrauch rechnen kann. So kann also jeder von euch den Eierverbrauch der Bäckerei um die Ecke berechnen.

In meiner oben erwähnten Mail sprach ich von der Konditorei C***. Wie ich erfahren habe, bekommen die pro Tag einen Tanklastzug voll mit Flüssigei. Das sind ungefähr 20.000 Liter. Diese 20.000 Liter entsprechen nach unseren Berechnungen also 600.000 Eiern pro Tag. Damit haben die einen Wochenverbrauch von 3.600.000 Eiern pro Woche.

Dort wird an sechs Tagen pro Woche gearbeitet. Um das auf eine Hühneranzahl um zu rechnen: Nur für diese Konditorei leben ungefähr 700.000 Hennen in Legebatterien. Bedenkt bei
diesen Zahlen, das es sich nur um ein Werk der oben genannten Konditorei handelt. Die haben noch einige mehr in Deutschland, auch wenn die Hiesige die größte ist. Meistens bekommen die übrigens das Flüssigei von der Firma W***.

Wenn man nun noch bedenkt, das für die 700.000 Hennen ja auch statistisch gesehen 700.000 Hähne als Ausschuss produziert wurden, so kann man sagen, dass für dieses eine Werk jährlich 1.400.000 Hühner notwendig sind.

Wem bei diesen Zahlen noch nicht schwindelig ist:
Bei der Firma B*** fahren jeden Tag mindestens 40 LKW voll beladen mit Nudeln vom Hof. Ich habe ausgerechnet, das auf einer Palette 400 kg Nudeln sind (ich habe eine volle Palette in einem Edeka-Markt gesehen und gezählt).

Auf einem LKW passen im Schnitt 30 Paletten. Das wären also 12 Tonnen pro LKW und damit 480 Tonnen pro Tag, oder 960.000 Packungen Nudeln pro Tag. Damit es beim Rechnen nun einfacher ist, habe ich mit 1.000.000 Packungen a 500 g gerechnet. Wenn Andrea und ich Nudeln machen, dann benötigen wir für 500 g 3 Eier.

Das heißt also, das die Firma B*** pro Tag 3.000.000 Eier benötigt. Dies werden die auch in Form von Flüssigei bekommen. Für diese 3.000.000 Eier leben ungefähr 3.500.000 Hennen in Legebatterien. Mit dem statistischen Hahn-Ausschuss heißt das, das die Firma pro Jahr 7.000.000 Hühner benötigt. Und das ganze dafür, das wir Nudeln essen können. In diesen Berechnungen habe ich nun nur zwei Firmen aufgeführt. Wie ihr aber selber wisst, gibt es mehrere Hersteller von Nudeln und Backwaren. Darüber möchte ich also gar nicht weiter nachdenken.

Als Resonanz auf meine "Eier in Lebensmittel" - Mail, kam auch der Hinweis auf diese Hartweizennudeln. Ja, diese gibt es, aber viele Hersteller schreiben vorne auf der Verpackung: aus Hartweizengrieß, aber wenn man auf die Zutatenliste schaut, dann findet man dort auch Ei. Also, lasst euch nicht täuschen! Schaut auf die aufgeführte Inhaltsliste. Und macht euch
einen Spaß daraus, das auch mal bei anderen Produkten zu machen. Ihr werdet staunen, in welchen Lebensmitteln überall Ei ist und vor allem auch Fleisch.

Wenn jemand von euch auf der Suche ist, nach Lebensmitteln ohne tierische Zusätze, also auch Ei, dem kann ich die Firma Gefro empfehlen. www.gefro.de ) Die Produkte sind sehr lecker und gut.

 

Heinz
Vielen Dank für Deine umfassenden Informationen. Deine Schilderungen machen mich natürlich recht nachdenklich und ich muss mir Gedanken machen, wie ich ohne diese Produkte zurechtkomme.

Katrin
Das erinnert mich ein bisschen an den Ne***-Boykott vor Jahren. Plötzlich merkten alle, daß man fast nichts mehr kaufen kann, wo dieser Konzern nicht irgendwie die Finger mit drin hat. Ein beklemmendes Gefühl!!!

Stefan
Sanfte Überzeugungsarbeit und Information sind die einzige Chance, etwas am Kaufverhalten zu ändern. Wer hätte z.B. vor 15 Jahren daran gedacht, Müll zu trennen!?

Siehe auch
Batterie-Hühner in Freiheit 
Hühnerfabriken

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