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Klassische Geflügelpest:
Übertragung auf den Menschen

Stand: 25.08.05

17.03.03
Niederlande: (...) 18 Personen, die mit der Räumung von betroffenen Betrieben beschäftigt waren, leiden nach Angaben des Ministeriums an einer Augenentzündung. Für alle auf den Betrieben arbeitenden Personen wurden Grippe-Impfungen angeordnet. Quelle agrar.de

20. 04.03
Den Haag (agrar.de) - In den Niederlanden ist ein Tierarzt möglicherweise an den Folgen der Geflügelpest gestorben. Wie das Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte, wurde aus der Lunge des 57-jährigen Mannes das für die Tierseuche (Aviäre Influenza) verantwortliche Virus isoliert.
(...)
Der Tierarzt starb am Donnerstag in einem Krankenhaus in Den Bosch im Süden des Landes, nachdem er zwei Tage auf einem von Geflügelpest betroffenen Betrieb gearbeitet hatte. Der Arzt hatte sich scheinbar nicht impfen lassen, wie von den Gesundheitsbehörden vorgeschrieben.
Siehe auch Tierarzt starb an Geflügelpest-Virus (WDR 20.04.03)

20.04.03 Katrin
Zur Ergänzung: es gibt keine Impfung für Menschen gegen die Geflügelpest. Man kann sich aber gegen die menschliche Influenza impfen lassen, weil das Virus zumindest ähnlich ist und hoffen, daß dadurch eine teilweise Immunität auch gegen das Geflügelpestvirus entsteht. Das wird bei allen in den betroffenen Gebieten gemacht, auch, damit sich die beiden Viren im menschlichen Körper nicht "mischen" können und dann eine neue Erkrankung entsteht. Diese Impfung hat der verstorbene Tierarzt leider versäumt.

Wie das mit dem "Mischen" aussieht, könnt Ihr hier sehen (Uni Wien; Grafik unten auf der Seite)

21.04.03
Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn
"Gravierende Schäden beim Menschen können nur bei sehr intensivem Kontakt mit einem von der Seuche betroffenen Tier auftreten", sagte Bärbel Höhn am Montag (21.04.03). Daher müsse niemand, der nicht direkt mit dem Geflügel zu tun habe, befürchten, an der Seuche zu erkranken, betonte die Landwirtschaftministerin weiter. Dies gelte auch für Menschen, die in einem der betroffenen Bezirke leben.
Quelle B. Höhn: Keine Panik (WDR 21.04.03)

22.04.03
Geflügelpest-Virus als Todesursache bei Tierarzt offiziell bestätigt
Den Haag (aho) - Das Geflügelpest-Virus hat nach Angaben der niederländischen Staatssekretärin Clerence Ross sicher zum Tod eines niederländischen Tierarztes geführt. Das Aviäre Influenzavirus habe bei dem 57 Jahre alten Veterinär die Lungenentzündung ausgelöst, an der er am Gründonnerstag gestorben ist, sagte sie am Samstagabend im niederländischen Fernsehen. (Quelle AHO )

22.04.2003 Andrea
Grippeimpfung gegen Geflügelpestvirus
In den limburgischen Gemeinden Kinrooi, Meeuwen-Gruitrode en Hamont-Achel folgen viele Menschen dem Aufruf, wegen der Geflügelpest einen Arzt aufzusuchen. Betroffen sind vor allem Personen, die mit Federvieh in Kontakt gekommen sind und die weniger als einen Kilometer von infizierten Betrieben entfernt wohnen. Die Menschen erhalten eine Grippeimpfung und ein antivirales Mittel, um zu verhindern, dass der Geflügelpest-Virus zu einer neuen Art von Grippeviren mutiert.
(Quelle Grenzecho Eupen)

25.04.03
RKI-Empfehlungen zum Infektionsschutz
Berlin (aho) - Das Risiko, sich mit dem Geflügelpestvirus durch erkranktes Geflügel zu infizieren, ist für Menschen sehr gering, sollte aufgrund der Beobachtungen in den Niederlanden aber nach Meinung des Robert Koch-Instituts ernst genommen werden. In den Niederlanden waren nach neuesten Zahlen über 80 Menschen nach einer Infektion mit dem aus erkranktem Geflügel stammenden Influenza-A-Virus (H7N7) an Bindehautentzündungen oder in einzelnen Fällen grippeähnlichen Symptomen erkrankt. (...)
"Falls die Geflügelpest auch in Deutschland aufträte, sollten Personen mit engem Kontakt zu kranken Tieren geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen", sagt Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts.

In erster Linie sollte bei gefährdeten Personen ein ungeschützter Kontakt mit erkrankten Tieren durch geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Mundschutz und Schutzbrille vermieden werden. Weitere
Maßnahmen betreffen eine prophylaktische antivirale Therapie mit Neuraminidasehemmern für gefährdete Personen. Eine Influenza-Schutzimpfung (mit dem aktuellen humanen Impfstoff) von nicht geimpften Personen mit möglichem Kontakt zu erkrankten Tieren soll Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden humanen Influenzaviren und dem Erreger der Geflügelpest verhindern. (...)
(Quelle AHO - ganze Meldung lesen)

Ausschnitt aus einem Artikel in "DIE ZEIT":
26.01.2004
Hühner, Menschen, Mutationen

In Asien grassiert die Hühnerpest. Eine massenhafte Übertragung auf Menschen ist noch unwahrscheinlich – es sei denn, ein neues Virus entsteht (...)

Auch die Menschen können sich nicht in Sicherheit wiegen – mindestens neun sind seither an dem Vogelerreger schwer erkrankt, acht von ihnen bereits tot.

Angesichts des massiven Ausbruchs in den Geflügelbeständen müsse man sich eigentlich wundern, meinen die Virusfachleute, dass bislang nicht mehr menschliche Opfer zu beklagen seien. Er sei sich zwar sicher, beteuert Michael Pfleiderer, Leiter des Fachgebiets Virale Impfstoffe beim Paul-Ehrlich-Institut, dass in Asien sehr viele Infizierte herumliefen, von denen man sogar das Virus isolieren könne. „Nur werden sie aus irgendwelchen Gründen nicht krank.“ Auch sein Kollege Schmitz versichert, dass H5N1 nicht gern auf den Menschen überspringt: „Man braucht schon eine sehr hohe Dosis.“ (...)

Ganzen Artikel lesen

28.01.04 Vogelgrippe: WHO warnt vor weltweiter Epidemie
Gefahr durch Supervirus wächst
Die Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, breitet sich in Südostasien rasant aus. Mit der Verbreitung wächst die Gefahr, dass sich das tierische Virus mit einem menschlichen Erreger kreuzt. So könnte ein hochgefährliches Supervirus entstehen. (Quelle: wdr.de - ganze Meldung lesen )

29.01.04 Geflügelpest – Infektionsrisiko für den Verbraucher durch Lebensmittel?
Aktualisierte gemeinsame Stellungnahme der BFAV und des BfR vom 29. Januar 2004 auf der Seite der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere
-> hier lesen

05.02.04 Vogelgrippe kostete schon 17 Menschen das Leben
Hanoi/Rom (APA/ag.) - Mit dem Tod eines jungen Mädchens in Vietnam hat sich die Zahl der Opfer der in Asien grassierenden Vogelgrippe auf 17 erhöht. Die 16-Jährige aus dem Süden des Landes erlag vor zwei Tagen in der Tropenklinik in Ho-Chi-Minh-Stadt der Krankheit. In Thailand wurden zwei neue Verdachtsfälle gemeldet. (Quelle: nachrichten.at - ganze Meldung lesen )

07.02.04 Menschliche Übertragung von Geflügelpest nicht bestätigt
Der Verdacht einer ersten Übertragung der Geflügelpest von Mensch zu Mensch in Vietnam hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht bestätigt. Eine Woche nach dem Bekanntwerden entsprechender Befürchtungen gab die WHO Entwarnung. Gentests hätten ergeben, dass sich der Geflügelpest- Erreger H5N1 nicht mit einem menschlichen Grippevirus vereint habe, hieß es in einer Erklärung.
(Quelle: Deutsche Welle - ganze Meldung lesen)

Längerer Artikel: Befürchtung einer Mutation des Geflügelpest-Virus nicht bestätigt Dritte Zusammenfassung (neu: präzisiert WHO-Aussage)
hier lesen
(www.mittelhessen.de)

29.09.04
(lid) - Die Vogelgrippe scheint in Asien noch lange nicht ausgerottet zu sein. Weitere Menschen wurden infiziert, die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich offiziell auf 29 (19 in Vietnam und zehn in Thailand). Quelle: AHO

15.01.05 Vietnam: Fünf Vogelgrippe-Tote in drei Wochen
(lid) - Die Zahl der Toten durch den jüngsten Ausbruch der
Vogelgrippe in Vietnam ist auf fünf gestiegen. Die Gesundheitsbehörden bestätigten am 13. Januar das vierte und fünfte Opfer, wie der österreichische Agrarpressedienst AIZ berichtet. Die fünf Todesfälle haben sich innerhalb der vergangenen drei Wochen ereignet. Alle Opfer hatten Kontakt mit Haushühnern. Seit Ende 2003 ist die Zahl der Vogelgrippe-Toten in Vietnam damit auf 25 gestiegen. Quelle: AHO

04.08.05 Infektionen des Menschen mit Influenzaviren des Geflügels sind selten; lediglich bei sehr nahem Kontakt zu kranken Tieren kann es zu einer Infektion kommen. Der Erreger wird vor allem durch Kot und Sekrete übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht beobachtet. Der Verzehr von ausreichend erhitztem bzw. gekochtem Geflügelfleisch oder -produkten ist unbedenklich. Wegen der schnellen Wandlungsfähigkeit des Vogel-Influenzavirus ist nicht auszuschließen, dass sich aggressivere Subtypen bilden, die ein höheres Erkrankungsrisiko für andere Tierarten oder den Menschen haben. In Abstimmung mit Fachleuten und Wissenschaftlern wird die aktuelle Situation laufend neu bewertet. Quelle: AHO

Siehe auch
Was ist Klassische Geflügelpest (Vogelgrippe, Aviäre Influenza)?

Vogelgrippe 2005 - Was müssen Geflügelhalter beachten?

Geflügelpest 2005 - Verbreitung und Massnahmen
Geflügelpest 2004 - Verbreitung und Massnahmen
Geflügelpest 2003 - Verbreitung und Massnahmen

Avian Influenza - Seite der World Health Organization
(umfangreich und aktuell - auf Englisch)

Vogelgrippe, Klassische Geflügelpest: Übertragung auf Menschen

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