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Hühnerrassen: Amrock

Claudia ("Chicken")

Die Rasse der Amrocks ist recht groß und schwer und es gibt sie ausschließlich in dem Farbschlag „gestreift“. Sie besitzt einen Einzelkamm und rote Kehllappen.
Man kann die Rasse durchaus als robust bezeichnen. Sie trotzen jeder Witterung und sind auch bei Regen und Minustemperaturen am liebsten im Freien.
Amrocks sind recht ruhig und das Fliegen liegt ihnen weniger. Mit etwas Geduld werden Amrocks auch leicht handzahm.
Die Hennen legen gut 200-220 braune Eier pro Jahr. Aber der Bruttrieb ist - wie bei fast allen Legerassen - nahezu weggezüchtet und deshalb bei Amrocks äußerst selten.
Das Geschlecht der Küken kann man bereits sehr früh erkennen. Die Hähne sind in der Zeichnung um einiges heller als die weiblichen Vertreter. Der Nachwuchs wächst rasch und ist früh geschlechtsreif.

Ich habe diese Hühner als eine sehr ruhige, aber auch sehr neugierige und vitale Rasse kennengelernt. Die Hennen waren nie krank, obwohl sie immer (auch bei Regen und Temperaturen unter -10 Grad) draußen herumliefen. Die große Anzahl der Eier, die zwischen 53 und 60 Gramm wiegen, haben mich ebenfalls überzeugt, diese Rasse weiterhin zu halten.

Worauf man achten sollte: Die Tiere sollten nicht zu gut gefüttert werden, da die Legeleistung sonst ganz erheblich leidet und die Hühner allgemein recht faul und träge werden. Damit meine ich nicht, dass sie hungern sollten, aber das Futter sollte man schon etwas rationieren. Man tut nicht nur sich, sondern auch den Hühnern einen Gefallen damit!

Hier noch ein paar Bilder, bei denen man leicht den farblichen Unterschied zwischen Hahn und Henne erkennen kann. Die Streifen beim Hahn sind von gleicher Breite, wogegen die schwarzen Streifen der Henne doppelt so breit sind, wie die weißen. Dadurch erscheint das Gefieder der Hennen dunkler.

 

Henne und Hahn

Amrock-Hahn

 

Amrock-Henne

 

nochmal Amrock-Hahn

 

Kraienkopp
Eine echt gute Vorstellung von den Amrocks hast da abgeliefert. Noch als kleine Ergänzung möchte ich das mit den schwarzen Streifen noch etwas ausführen.

Mit der Breite hast du vollkommen recht. Die Erklärung dafür ist, daß der Geschlechtscode (Chromosomen) bei den weiblichen Vögeln "XY" ist, und bei den männlichen "XX". Da der Sperber- oder Streifungsfaktor geschlechtsgebunden auf dem X-Chromosom liegt, hat ihn die Henne einfach, und der Hahn doppelt. Drum sind beim Hahn weiße und schwarze Streifen gleich breit, und bei der Henne eben die schwarzen doppelt so breit wie die weißen.

Die Grundfarbe der Streifung ist schwarz, und wird durch den Streifungsfaktor (hier weiß) unterbrochen.

Bibi
ich hab da mal ne frage...
gibt es Amrocks eigentlich nur in dem farbschlag "gestreift" ?
ich würde mir die rasse nämlich auch gerne holen, wenn sie noch in anderen farbschlägen geben würde, was jetzt sicher oberfläschlich klingt...
und wieviele eier legen die so im jahr, wie schwer sind diese? gibt es unter den hennen zuverlässige brüterinen?

Kraienkopp
Chicken gibt die Legeleistung der Amrocks mit 200 bis 220 Eiern pro Jahr an. Dies kann ich durch Züchtergespräche auch durchaus bestätigen. Amrocks gibt es (bei uns wenigstens) nur in gestreift. Der Bruttrieb dürfte angesichts einer solchen Eierleistung wohl eher gering ausfallen.

Claudia
Der Bruttrieb ist wirklich so gut wie nicht mehr vorhanden. Es soll Fälle gegeben haben - kenne ich jedoch nur vom Hören-Sagen.
Was den Farbschlag angeht - wie oben bereits geschrieben: ausschließlich gestreift!

Enno
Was meinst Du mit "Futter rationieren"?
Meine Hühnis haben ´nen Futtertrog, da können die Gauner sich neben ihrem ordentlich grossen Auslauf rauspicken was sie wollen...
Ist das schon zuviel des Guten?

Claudia
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Rationierung des Futters bei den Amrocks vorteilhaft ist. Wenn der Auslauf genügend Abwechslung bezüglich des Nahrungsangebotes bietet, reichen 100 g pro Tier täglich aus. Amrocks werden schnell fett und damit träge und legefaul. Lass dich von deren Blick und Gehabe nicht täuschen. Die tun immer so, als hätten sie Kohldampf bis unter beide Flügel. Das tun sie aber auch, wenn sie sich gerade die Kröpfe vollgestopft haben. Kein falsches Mitleid also - es schadet den Tieren nicht, ganz im Gegenteil.

Siehe auch: Bücher über Hühnerrassen

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